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Wappen erstellen. Vorlage und Muster online

Vom Vereinslogo zum Vereinswappen.

Ein cooles Wappen für einen Verein oder für ein zeitloses Familienwappen.
Auch hier finden sich im Internet viele Vorlagen. Doch Vorsicht: Wappenkunde, Wappenkunst und Wappenrecht sind zu beachten. Für den Entwurf eines coolen Wappens sollte man z.B. über Heraldik informiert sein. Werden diese Grundregeln beachtet kann man mit einem Bildbearbeitungsprogramm die Vorlage oder den eigenen Entwurf bearbeiten.
Auf was muss man bei einer Vorlage für ein Wappen achten?

Die Wappenkunde umfasst die Regeln, wie sie zu interpretieren sind. Es gibt eine Vielzahl von Symbolen, wodurch Eigenschaften oder Besonderheiten des Besitzers ausgedrückt werden sollen. Verschiedene Figuren, sog. "gemeine Figuren" werden in den Vorlagen verwendet. Es können natürliche Figuren wie Menschen, Tiere oder Pflanzen vorkommen. Oft sieht man auch Phantasiewesen oder Wesen aus dem Reich der Fabeln. Auch gegenständliche Motive werden verwendet, wie z. B. Bauwerke, Waffen, Werkzeuge oder Alltagsgegenstände. Zu guter Letzt finden allerlei Mischformen ihre Verwendung. Am häufigsten wurden Adler, Löwen, Leoparden und Fabeltiere ausgewählt. Offenbar identifizierten sich die charakterisierten Personen und ihre Familien mit der Stärke, Klugheit und Tapferkeit der genannten Tiere.

In der Wappenkunst finden sich die Regeln wieder, wie diese zu gestalten sind. Zunächst einmal wird die Vorlage in Schildform angefertigt, die auf verschiedene Weise unterteilt werden kann. Horizontal kann der Schild durch Linien gedrittelt werden. Bei der Beschreibung spricht man dann von "Schildhaupt" (das obere Drittel), vom "Mittelstelle" und vom "Schildfuß" (gemeint ist das untere Drittel).
Diese Unterteilung ist durch eine gerade Linie, durch eine wellenförmige, eine zinnenförmige, eine gezahnte oder eine wolkenförmige Linie möglich. In der Vertikalen kann der Schild durch zwei senkrechte Linien in eine "linke Flanke", eine "Herzstelle" (der mittlere Teil) und in eine "rechte Flanke" aufgeteilt werden. Somit gibt es in der Vorlage schon neun Felder, die mit symbolhaften Bildern ausgestaltet werden können. Letztlich sind jedoch die Vorlagen um so klarer je weniger verschiedenartige Objekte darauf dargestellt werden.
Neben Unterteilungen und symbolischen Darstellungen unterliegt die farbige Ausgestaltung der Vorlagen gewissen Regeln. Man nennt diese "Tinktur". Es wird unterschieden zwischen "Metalle", "Farben" und "Pelzwerk". Als Metalle gibt es nur Gold und Silber. Metall darf nicht an Metall angrenzen. Die häufigsten Farben sind Rot, Schwarz, Blau und Grün, seltener kommt Purpur, Braun oder Grau vor. Die Farben werden immer rein verwendet und nicht abgeschwächt (keine Pastellfarbe), sie dürfen auch nicht an benachbarte Felder angrenzen. Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, Felder mit "Pelzwerk" auszugestalten, z. B. "Hermelin". Folgerichtig muss bereits in den Vorlagen darauf geachtet werden, dass Pelzwerk nicht an Pelzwerk grenzt.
Das Wappenrecht
Es besagt, dass innerhalb Deutschlands jede natürliche oder juristische Person ein solches "Zeichen" für sich entwickeln und führen darf.
Um ein nach eigener Vorlage gestaltetes Wappen in seiner Einmaligkeit zu schützen, sollte man einem "Heraldischen Verein" beitreten und dort sein "Familien-Zeichen" registrieren bzw. auf Einmaligkeit hin überprüfen lassen. Um nur zwei davon zu nennen, als da wären: "Herold" und "Zum Kleeblatt".

Diese Vereine führen fort, was in der Vergangenheit mit der sog. "Wappenrolle" begonnen wurde. Sie beschreiben und zeichnen auf, welche Wappen es gibt und wem sie zugeordnet werden können.

Als um 1920 die Heroldsämter abgeschafft wurden übernahmen die "Heraldischen Vereine" die Dokumentation dieser Personen- und Familienzeichen.